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Re: Die Literatin der Moderne, Teil 5

PostPosted: 21. Jul 2016, 02:29
by MissDreamy
Sie amüsierte sich lieber darüber, wenn jemand wegen Waschzwang Mehrbedarf für Strom... oder wegen Platzangst eine grössere Wohnung bekam. Es war einfach die Ironie ihrer Zeit schlechthin, die sie immer wieder in Erstaunen versetzte. Putzhilfe wegen Antriebslosigkeit... Genau das war ihr Ding! Schliesslich schaffte man dafür neue Arbeitsplätze und gewährleistete die Überflüssigen! :lol: :lol: :lol: :-P :idea: Imgrunde waren sogesehen die gesamten Sozialdienste überflüssig... Gewisse Menschen brauchten nur einen Tritt in den Allerwertesten. Und wenn diese Gesellschaft sich tatsächlich durch richtiges Arbeiten ernähren müsste, wäre alles eh anders. Dem war aber nicht so. Sie lebte geradezu in einer überzüchteten Gesellschaft mit Luxusproblemen, die auch noch finanziert wurden. Dem galt es sich zu fügen. :lol:

Manche Leute wurden immer bequemer dadurch, dass sie nicht mehr arbeiten gingen. Was war sympathischer? Jemand, der emsig von seinen Überstunden erzählte oder jemand, der nicht wusste, was morgen geschehen würde?

Re: Die Literatin der Moderne, Teil 5

PostPosted: 21. Jul 2016, 03:04
by MissDreamy
Sie würde es zwar nie so machen, aber es bedeutete imgrunde, wenn man es geschickt anstellte, bekam man eine grosse Wohnung, eine Putzhilfe, Strommehrbedarf und einen coacher ohne, dass man dafür was bezahlen musste. Das betraf aber nur diejenigen, die an ihrer Gesellschaft erkrankt waren und kein Geld hatten. Man bekam also auch Luxus ohne Geld zu haben. 8-)

Re: Die Literatin der Moderne, Teil 5

PostPosted: 21. Jul 2016, 03:06
by MissDreamy
Sie dachte an den Schlagzeilenmacher der Bild seinerzeit, der soweit ging, sich auf Mallorca ein Leben mit Sozialhilfe zu finanzieren... nicht weit davon entfernt, das Ganze!

Re: Die Literatin der Moderne, Teil 5

PostPosted: 21. Jul 2016, 03:08
by MissDreamy
War diese Gesellschaft wirklich so krank oder hatte sie nur Geld im Überfluss?

Re: Die Literatin der Moderne, Teil 5

PostPosted: 26. Jul 2016, 00:22
by MissDreamy
Anna. Heute war ihr Namenstag. Auf Anna. Sie war katholisch getauft und von daher wurde dies gefeiert. Natürlich feierten ihre Eltern jeglich den Namenstag ihrer Oma, die sie getauft und m Arm gehalten hatte bei der Taufe.
War sie doch Heidin und Atheistin seit nunmehr 27 Jahren! Sie war aus der Kirche ausgetreten wegen § 218 und der Ungleichberechtigung der Frau im Katholizismus. Es stand ihr also nicht zu ihren Namenstag zu zelebrieren. Zumindest nicht von ihrer katholischen Restfamilie her...Eine Bestrafung seit 27 Jahren unter der sie schon lange nicht mehr litt. Göttin sei Dank. So konnte sie ihn alleine feiern. Ohne ihre katholsiche Restfamilie.

Sie hatte sich das Foto ihrer Oma auf den Tisch gestellt und eine Figur, die diese ihr seinerzeit als sie noch lebte, geschenkt hatte. Und wieder fühlte sie sich eins mit dieser grossartigen Frau und Künstlerin, die sie immer beschützt hatte.

Re: Die Literatin der Moderne, Teil 5

PostPosted: 24. Oct 2018, 20:44
by MissDreamy