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Die Literatin der Moderne, Teil 2


Re: Die Literatin der Moderne, Teil 2

Beitragvon MissDreamy » 13. Okt 2011, 16:25

Und so überholte sie zahlreiche Trennungen und Tode, sie war sich nicht sicher, ob sie sie tatsächlich überlebt hatte. Spüren jedenfalls konnte sie sich noch.

Die Uhr tickte die Zeit zurecht.

Der Kaffee war mittlerweile, wie schon sooft, kalt geworden, dies sollte auch zum Wochenende die Temperaturen betreffen. Sie würde ebensowenig an der Einladung ihrer Mutter zum Mittag vorbeikommen, die sie zufälligerweise in der Stadt bei der Bäckerin mit ihrer Süssen angetroffen hatte, wie dass sie in der nächsten Zeit nach Köln fahren könnte. Über die Schatten ihrer unjüngsten Vergangenheit hatten sich Nebelschwaden gebildet und sie wusste noch nicht, ob dies alles, so wie es war, ok war.

Dennoch war ihr nach Tatendrang und es rief so nach Entscheidungen, um Veränderungen für ihre Zukunft zu bewirken.

Sie würde also wieder heiraten. Diesmal wäre es jedoch anders, das wusste sie.

"Schatz, ich geh wieder ins Bett" - "Jaja, ich komm gleich auch..., ich muss nur noch zu Ende denken..."

Dieses Mal dauerte es bis zum Morgengrauen, die rush-hour fing an, der Müll stand schon unten vor der Tür, die Kirchturmglocke hatte bereits geschlagen und sie würde nur noch ein Telefonat bei den Bürokraten erledigen müssen, bevor sie ihren Schatz mit einem Frühstück weckte, weil diese einen Termin in der Stadt hatte.

Und dann gings irgendwann zum Standesamt. Diese Woche etwa schon??? - Übermorgen wäre ein guter Tag. Hoffentlich musste sie nicht doch das Stammbuch von ihrer Exfrau in Köln anfordern. Eigentlich müssten die Scheidungspapiere reichen. Eigene Kinder hatte sei eh nicht. Es würde sich schon noch alles finden.

Warum sollte der Staat im Zweifelsfall ihre Rente kassieren? Warum sollte ihr Schatz nicht direkt übers Familienrecht abgesichert sein?

Warum sollte sie sich nicht trauen?

Die Gegenfrage war einfacher zu beantworten.
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Re: Die Literatin der Moderne, Teil 2

Beitragvon MissDreamy » 13. Okt 2011, 16:25

Noch schlief ihre Stadt. Es war ruhig und sie hatte genug Musse, eine Zukunft zu planen.

Sie vertrieb noch ein Weilchen die bösen Geister ihrer Schattenvergangenheit, um die Freiheit der Zukunft zu atmen.

Imgrunde war sie ziemlich durch den Wind, da ihre langjährige Freundin Nadja jetzt doch im Hospiz war.

Endgültig.
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Re: Die Literatin der Moderne, Teil 2

Beitragvon MissDreamy » 13. Okt 2011, 16:26

„Einer mußte ja schließlich damit anfangen”

(Das heutige Zitat des Tages stammt von Sophie Scholl (1921-1943), dt. Widerstandskämpferin, die am 09.05.1921, also heute genau vor 88 Jahren geboren wurde.)

Dieser Satz wollte ihr nun nicht mehr aus dem Kopf gehen, obschon sie meist so gehandelt hatte. Es war ein besonderer Satz.

Damals, als ihre einstige Freundin "damit angefangen" hatte, sie zu küssen und zu streicheln, war ihr dieser Satz jedenfalls nicht klar gewesen. Auch nicht seine Konsequenzen.

Was sie jetzt wohl machen würde? 800km von hier, irgendwo in einem ländlichen Städtchen nordöstlich von Berlin? Imgrunde interessierte sie es nicht mehr, es war alles so fürchterlich auseinandergegangen, dass sie es bis heute nicht verstanden hatte.

Sie, die Literatin der Moderne, war weggezogen zu ihrer neuen Freundin, wollte neu anfangen, wollte vergessen und nicht mehr länger unter der Situation leiden, dass sich ihre "Affäre" nicht von ihrer Frau trennen konnte, nachdem sie es nun schon 2 Jahre versucht hatte und immer wieder zurückgegangen war. Nach 1/2 Jahr, nachdem sie nun beide den Schritt gewagt hatten, sich zu trennen, wagte die Literatin der Moderne diesen weiteren Schritt, fortzuziehen. Ihre Affäre hatte daraufhin den Kontakt abgebrochen und auch innerhalb kürzester Zeit eine neue Freundin gefunden, zu der sie gezogen war. Hatte sich nun also doch nach 20 Jahren von ihrer Frau trennen können. Was war falsch daran gewesen? Warum konnte sie dies nicht aktzeptieren?
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Re: Die Literatin der Moderne, Teil 2

Beitragvon MissDreamy » 13. Okt 2011, 16:28

Sie schickte ihr eine e-mail:

Hallo, Ute,

vor 1 Jahr, war ich nochmals nach Köln zurückgefahren und wir haben uns ein letztes Mal geküsst.
Es war der Abschiedskuss, das spürte ich bereits, als ich zurück zu mir in der Bahn sass.

Für mich hat unsere räumliche Distanz unsere Probleme nicht gelöst. Ich habe sie nur beendet.
Als ich nach Rheydt zurückzog, war ich mir dessen bewusst und auch, dass eine den Anfang machen musste.

"Deshalb wage zu lieben, mit der Gewißheit zu verlieren und der Hoffnung geliebt zu werden"

Ich war mir bewusst, dass ich verlieren würde und verloren hatte: Dich.

Der Rest ist Schweigen.




Wenn aus Freundschaft Liebe wird und das alles zerstört
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Re: Die Literatin der Moderne, Teil 2

Beitragvon MissDreamy » 13. Okt 2011, 16:28

Du siehst mich an, siehst mein Gesicht,
und glaubst, Du würdest alles seh'n.
Doch meine Seele siehst Du nicht,
Du wirst mich niemals ganz versteh'n.

Du siehst nur das, was ich Dir zeige,
es dringt hinein, tief in Dein Herz.
Doch niemals das, was ich verschweige,
mein ganzes Leiden, meinen Schmerz.

Du denkst, ich würde Dir vertrauen
und hätte alles preisgegeben.
Du meinst, Du würdest mich durchschauen,
ahnst nichts von meinem wahren Leben.

Ich lache noch, wenn ich schon weine
und tief in mir die Wahrheit trage.
Du wirst nie wissen, was ich meine,
Du hörst nur das, was ich dir sage.

Meine Gedanken gleiten still,
und was ich fühle, ahnst Du nicht.
Du siehst nur, was ich zeigen will,
jedoch niemals mein wahres Ich!

(Autor unbekannt)
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Re: Die Literatin der Moderne, Teil 2

Beitragvon MissDreamy » 13. Okt 2011, 16:29

1/2 Jahr war ihr Körper versteinert gewesen nach dieser Doppel-Trennung, nichts hatte sie mehr zugelassen, alles an sich apprallen lassen, sie war tot, obwohl sie lebte, aber spürte sich nicht mehr, sie hatte sich in ihrem Klotzbau verschanzt irgendwo in Köln und unkenntlich gemacht, war nur noch abends, wenn es dunkel war, einkaufen gegangen und tagsüber sah man sie nicht, da sie die Tage nicht ertragen konnte und die Nächte zum Tag gemacht hatte.
Gut könnte sie diese Zeit wieder in sich aufleben lassen, aber sie wollte es nicht, wollte vergessen. Natürlich war ihr bekannt, dass sie in diese Situation zurückgehen musste, um sie aufzulösen. Was waren wirklich ihre Schmerzen gewesen? Warum hatte sie nicht mehr leben wollen? Was hatte sie bewogen, dennoch aufzustehen, wenngleich vorwiegend nachts? Sie wusste, dass sie in dieser Zeit kein einziger Hoffnungsschimmer begleitet hatte und dass es eine der schrecklichten Zeiten überhaupt in ihrem Leben gewesen war.

Es war schon merkwürdig gewesen und sie war sich manchmal wie eine unermüdliche Kakalake vorgekommen...

Vielleicht waren es ein paar Besuche ihren langjährigen und treuen Freundin gewesen, vielleicht eine zwischenzeitliche Affäre, vielleicht die zwei Taubenjungen auf ihrem Balkon, die sie selbst gezüchtet hatte vor selbsterwählter Einsamkeit. Jedenfalls hatte sie das Gefühl, dass sie in diesem Lebensabschnitt ihre härteste Überlebensprobe überlebt hatte.

Nun, 2 Jahre später, schloss sie das Buch dieser Zeit und fand ein Lesezeichen an der Stelle, wo sie beschlossen hatte, weiterzuleben, da man sie und ihr Gewissen ja doch nicht in Ruhe lassen würde. Zunächst war nur dieses ihr Überlebensdrang gewesen. Sie hatte eine heftige Grippe gehabt, wobei sie sich durch das Abhusten die Rippe ausgerenkt hatte, was sehr schmerzvoll war und wodurch sie monatelang nur auf der rechten Seite geschlafen hatte.
Sie klappte es zu und nahm das Lesezeichen raus. Es stand darauf: Falsch! - Offensichtlich hatte sie eine inhaltliche Korrektur nicht vorgenommen. Sie schrieb auf die Rückseite: Richtig! und begann wieder, aus der Gegenwart heraus zu schreiben. So einfach war das mit der Vergangenheit: Jene Sprünge waren möglich, die man in der Zukunft nicht so ohne Weiteres vornehmen konnte, meist stand die Realität im Weg.
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Re: Die Literatin der Moderne, Teil 2

Beitragvon MissDreamy » 13. Okt 2011, 16:31

Sicherlich...Alles war real, alles Realität.

Was, wenn ihre Ex-Affäre sie die ganze Zeit belogen hätte?

Wenn ja, warum hatte sie dies getan?

Seit längerem wusste sie dies und hatte das Spielchen mitgespielt, sie war daran interessiert, wohin ihre Ex sie nun führen wollte.

Und eigentlich auch nicht wirklich. Es gehörte ihrer Vergangenheit an, mit der sie längst abgeschlossen hatte. Lügen hatten bei ihr schon immer kurze Beine gehabt. Es war lächerlich, was sie mit ihr abgezogen hatte, fast so lächerlich, wie Köln selbst. Vieles hatte dort dörflichen Charakter, der sie von ihrer Heimatstadt aus betrachtet eher amüsiert hatte.

Der Blick nach vorne fehlte ihr. Ohne Ziele jedoch konnte sie keine erreichen. Das war eine altbekannte Tatsache.

In der Gegenwart war ihr Blick nach vorne. Einen nächsten Morgen gabs sowieso immer.
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Re: Die Literatin der Moderne, Teil 2

Beitragvon MissDreamy » 13. Okt 2011, 16:31

Männer! Es gab einfach keine richtige platonische Freundschaft mit ihnen. Immer wollten sie mehr!
So hatte sie auch ihrem neuen Bekannten, einem Düsseldorfer Fotografen sogleich wieder den Laufpass geben müssen. Schade! Sie hätte gern eine ganz normale Freundschaft gehabt, aber wies aussah, war dies wohl nicht möglich, weil sich dieser direkt in sie verguckt hatte... Ausgerechnet vorgestern Nacht war seine Mutter gestorben, nun würde er wohl doppelt traurig sein. Schicksal. Was sollte sie ihm vormachen und warum? - Er würde drüber hinwegkommen müssen.

Wenn überhaupt schien dies nur mit Schwulen möglich. Ihr langjähriger Freund war schwul, leider wohnte er in Köln, so ohne Weiteres konnte sie ihn und er sie nun nicht mehr besuchen. Zu dumm aber auch, dass sie sich in diesem kleinen, provinziellen Städtchen wieder einen neuen Freundeskreis organisieren musste...!
Die zwei Lesben, die sie kennengelernt hatte, hatten zuviel Probs mit ihrer Beziehung und eine der beiden war tierisch eifersüchtig, was sie nicht unbedingt abbekommen wollte.
Es hiess also: Weitersuchen.
Nun ja, so eilig hatte sie es auch nicht damit und Köln war nicht aus der Welt. Telefonieren war jedenfalls nicht dasselbe, wie sich zu sehen.
Die einzige Schwierigkeit, die sie hatte, war, dass sie sehr lange brauchte, warm zu werden und wählerisch war in der Neuwahl ihres Freundeskreises.
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Re: Die Literatin der Moderne, Teil 2

Beitragvon MissDreamy » 13. Okt 2011, 16:32

Sie würde nicht umhin kommen: Noch vor dem Geburtstag ihrer Mutter war ein Köln-Besuch fällig. Gleich am nächsten Morgen würde sie die Koffer packen.

Dort bei einer alten, lieben Bekannten angekommen, nahm sie ihre Schlüssel entgegen, da diese in den nächsten Tagen selbst verreisen wollte und gönnte sich erst einmal ein heisses Bad und eine leckere Tasse Senseo.

Sie guckte auf die Uhr. Früh war sie aufgebrochen, es war noch dämmerig und ihre gewohnte alte Stadt noch nicht wach. Die Beine überschlagen las sie den Kölner Stadanzeiger und dessen üblichen, oft panikmachenden Schlagzeilen.

Das Dauerwahlkampfthema nahm kein Ende in diesem Jahr, aktuell der Afghanistan-Krieg, ein paar Unfälle waren passiert, ein paar Straftaten mehr und die Wirtschaft brach mal wieder zusammen und eigentlich gabs ja gar nicht soviel Arbeitslose... Übliche Medienmanipulationen also, auf die sie auch nicht reinfiel.
Sie gönnte sich eine soap, die sie schon des Öfteren gesehen hatte, hörte noch etwas Musik und gedanklich plante sie den Tag und die Stadtteile und Cafes Kölns, wo sie sich bereits verabredet hatte und wen sie sonst noch sehen wollte.
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Re: Die Literatin der Moderne, Teil 2

Beitragvon MissDreamy » 13. Okt 2011, 16:33

Es machte einfach Spass, sich mit weltlichen Dingen zu zerstreuen, etwas Futter musste sie ihrem niederen Selbst ab und an geben. Schön, bekannte Gesichter zu sehen in ihrem Stammlokal und mit den anderen gemeinsam das 6:2 der Frauenfussballmannschafts Deutschlands zum EM-Sieg zu feiern. Viele Umarmungen und Wangenküsse, die ihr in ihrer Heimatstadt so sehr gefehlt hatten, die sonst immer so selbstverständlich gewesen waren, konnte sie nun nachholen. Endlich wieder unter wohlvertrauten FreundInnen!

Dieser kleine Ausflug in ihre Vergangenheit hatte sich tatsächlich gelohnt.

Zurück in ihrem Heimatstädtchen ging es sogleich weiter mit Feiern und es wurde ein nahtloser Übergang in ihre Gegenwart.

Die Situation hatte sich sowohl äusserlich (durch die Umstände) als auch innerlich (durch ihre Einstellung) geändert, während sie selbst für andere nicht so offensichtlich verändert war.
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