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Die Literatin der Moderne, Teil 1


Die Literatin der Moderne, Teil 1

Beitragvon MissDreamy » 13. Okt 2011, 13:09

Geschrieben, Frühjahr bis Winter 2007 in Köln, CO Jeannette Hollmann

Schreib ich dann irgendwann ma was zu.

brainstorming:

mentale Eingrenzungen:

~wirtschaftlich
~künstlerisch
~psychologisch
~philosophisch
~wissenschaftlich
~geschlechtsspezifisch
~kulturell
~politisch

===

Rahmenbedingungen...

Freiheit...

===

Scheisse:

Schon wieder jeglich Abteilung Philosophie machbar.

Oder: Die theoretische Literatin der Moderne

===

Oder:

Das ohnmächtige Schweigen der Literatin der Moderne im Zeitalter der Reizüberflutungen

===

Berühmt kann man abschaffen. Ist unnotwenig, da von überzeitlichem Wert.

===

Das Schweigen der verschwiegenen Eichhörnchen

Kacke!!!

In der Stille wächst keine Pille.

Ich sollte den ganzen Driss hier wieder in Schreibwerkstatt umbenennen. Teil 2

===
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Re: Die Literatin der Moderne, Teil 1

Beitragvon MissDreamy » 13. Okt 2011, 13:10

Blockiertsein aufgrund nicht geöffneter mails.

Stagnieren der mails-öffnenenden Literatin erfordert ihr Signieren durch emotionales Ratifizieren der strukturellen Gedankenweise in explizieter Form, wie es die anderen gewöhnt sind.

Schwachsinn!

Es war einmal eine linkshändige Frau...
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Re: Die Literatin der Moderne, Teil 1

Beitragvon MissDreamy » 13. Okt 2011, 13:13

...sie hatte soeben ihre Vergangenheitsbewältigung beendet...

===

das Nichts, das nun vor ihr stand, füllte sich mit einer Endlosschleife an Ideen, die sie blockierten.

Jepp. Des nemma!

===

Endlich hatte das Telefon mal über längere Zeit geschwiegen, das handy war ins Klo geplumpst, der Strom wegen der Klimakatastrophe ausgefallen, die Leinwand frisch únd leer, selbst das Haus war ins Schweigen verfallen, TV hatte sie verschenkt, Bücher verbrannt, sie lebte sozusagen ohne tägliches Erinnert-Werden, dass sie es noch tat.

===

Muss datt beknackte Flugzeug jetzt hier übers Haus fliegen?

===

Was eigentlich war Stille? fragte sie sich...

===

Der Verfemdungseffekt ihrer literarischen Werke, während alle mucksmäuschen still zuhörten, wenn sie aus ihren Büchern hervorgekrochen kam, um sich zu räuspern, hatte ihr stets gut getan. Warum, wollte sie nicht wissen, auch nicht, was daran ihr gut getan hatte, es würde sie zu sehr ablenken von dem eigentlichen Gedanken über Stille.

Natürlich wollte sie auch nicht eine Tibeterin imitieren damit oder irgendeiner anderen spirituellen Übung nachgehen...

===
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Re: Die Literatin der Moderne, Teil 1

Beitragvon MissDreamy » 13. Okt 2011, 13:15

...sie sah auf das Lichtermeer mit jenem melancholischen Blick zum Fenster hinaus, von dem sie genau wusste, dass, wäre jemand im Raum, die sie bewundern würde, sie genau dieses an ihr mochte...

===

...Gedanken an die Emigration überquerten die Gedanken an die Gegenwart der Regentropfen am Fenster und der Überlegung, ob sie noch baden sollte oder lieber frische Luft auftanken wollte.

===

Eigentlich war sie von jener verträumten Zeitlosigkeit genährt, die ihr das Vergnügen bereitete, nicht mit einem Timer behaftet durch die Gegend rennen zu müssen, sie hatte sich nicht von der Schnellebigkeit des sie umgebenden Alltagsgeschehens anstecken lassen, aber nun musste sie doch bemerken, dass es der letzte Tag des viel zu warmen Februars war, des zweiten Monats eines Jahres, welches nur Veränderungen in sich birgte. Sie war sich zwar dessen bewusst, aber wusste es nicht.

===

Die Kaffeemühle meiner Oma steht auf dem Küchentisch und redet stumm. Weil sie zuhört.

Nach 1/2 Jahr innerem Kampf habe ich mich nun dazu entschlossen, Deutschland nicht zu verlassen. Auch, vorläufig noch nicht umzuziehen. Aus familiären Gründen. Es gibt zwar viele Gründe, aus anderen Gründen einen Ort zu verlassen, aber es wäre keine Herzensentscheidung. Jedenfalls nicht für mich.

===

Ich werde, nicht unbedingt altermässig, aber zeitlich überleben. Das steht fest. Ungefähr 20 Jahre. Steht auch fest.

Ich bin also im Jahr 2030 gelandet, steh vor meinem Grab und überlege, ob ich schon rein will. Oder obs noch was zu erledigen gibt.

Was habe ich getan mit meinem Leben?
Es gelebt. Im Hier und Jetzt. Wiedergeburt und überhaupt die ganze Reinkarnationsversprechung dahin gestellt. Könnte ja sein, dass sie doch nicht stimmt.

Würde ich mein diesseitiges Sein absolut annehmen, was würde ich der Welt gesagt haben wollen, bevor ich dann den Schlaf der Unendlichkeit aufsuche?

Ich sehe das Schmunzeln der Göttinnen in weiter Ferne, sehe, wie sie mich umgeben, trösten, liebkosende Worthalluzinationen in Farben des Lebens ausklingen lassen, um sich mir zu widmen.
Du hast es Dir nicht leicht gemacht, wolltest bis zur letzten Sekunde deines Lebens immer alles perfekt machen, Shit, das sind jetzt die Geister meines Vaters, die da sprechen, sie interferieren mit den Stimmen des meinigen Ichs, welches die Sprache der zeitlosen Verstummtheit spricht. Diese Stimmen muss ich abtreten, da sie nicht mich, mein Sein, ausmachen. Es ist der Teil, der immer bei mir sein wollte, sich in mein Leben gedrängt, mich fast erstickt hätte mit seinem Dominanzbedürfnis. Mal zugewandt liebevoll, dann wieder unzufrieden und nicht in sich selbst ruhend, der Teil, der sich zwingt zu sagen, es ist die Liebe des Leben lassens, nicht der Teil, der es wirklich einsichtig will; der Teil, der mich nie ernst genommen, mir sämtliche Verantwortung absprechen wollte. Der Übervater in mir, von dem ich mich trennen möchte. Zu lange geduldet, zu lange geprägt von ihm, zu lange mein eigenes Leben nie gelebt.

===
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Re: Die Literatin der Moderne, Teil 1

Beitragvon MissDreamy » 13. Okt 2011, 13:16

Sie hat Recht: Nicht ich sollte nun mehr auf ihn, sondern er auf mich zukommen.

Ich werde dies abwarten. Dies eine Mal werde ich nicht mehr mit dem geplagten Wissen nicht erfüllter Fürsorge um ihn den ersten Schritt tun.

===

Kap. 1
Das Nein in der Liebe, Teil 2

Das Nein in der Liebe ist das Wichtigste Phänomen zur Selbstständigkeit. Zur Unabhängigkeit, zum Ja zu sich selbst.

===

...und sie setzte sich wieder an die Tastatur und war im Jetzt gelandet. Allgegenwärtig: Das Ticken der Uhr, das Anschlagen auf die Tastatur, die Stille, Trolls, Feen, andere Dimsionen als die der sogen. Realität, Eins Sein mit sich selbst, Lichtschatten, die brennende Zigarette und der Duft des Nachtkaffees, Lichtermeere der Stadt, Dunkelheit am Rande, Künstlerinnenatmosphäre zwischen Ölbildern an der Wand und der Skulptur ihrer Schwester begleiteten ihr Denken, ihre Wahrnehmung, ebenso wie stürmisch, leidenschaftliche Gedanken an begehrliche Zweisamkeitsstúnden aus einstiger Zeit. Es waren mehrere gelebte Liebschaften, die ihr zeitgleich dabei durch den Kopf gingen...

===

Groschenromanschmarn. Tür auf, Gästin rein, Tür zu, Gästin raus, Zigarette danach, Morgengrauen, Mist: Jetzt wirds auch noch hell hier, ich will den Tag nicht sehen, nicht vor Anbruch der Dunkelheit.

Ebensowenig wie ich die Nachbarskinder oder den über mir hören will, ich bin nicht von hier.

Verortet-Entwortet
Deine Augen im Arm

Für immer.

===
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Re: Die Literatin der Moderne, Teil 1

Beitragvon MissDreamy » 13. Okt 2011, 13:17

Nachdem sie nun wusste, dass ihr Vater schwer krank war und eine Freundin, mit der sie während ihrer Scheidung einige Zeit zusammen gewohnt hatte, sich umgebracht hatte, der "Frühling", so wie er nicht mehr war, ins Land zog und in der Stadt, in der sie wohnte, Ostern gross geschrieben wurde, dachte sie, es sei nun an der Zeit, sich mal wieder zu häuten und von Altlasten zu befreien. Sie konnte nicht schon wieder den Hinterbliebenen Freund ihrer Bekannten trösten, wie sie es bei ihrer Scheidung 2 Jahre zuvor bei einem anderen, dessen Frau sich mit Alk und Tabs umgebracht hatte, erfolgreich gemacht hatte. Dieser wollte sich nämlich kurze Zeit später auch verabschieden aus der oftmals gruseligen Welt.

Sie war nun etwas erwachsener und liess sich nicht mehr so sehr dazu hinreissen, die Liebe, die sie sich selbst geben musste um zu überleben, von anderen nehmen zu lassen.

===

Da nun der tote Punkt der Kehrtwende ihres Lebens endgültig besiegt schien und sie einige Radikaländerungen darin vorhatte, konnte es nur noch bergauf gehen.

So liess sie die nächsten Stunden den Planeten Gaia sich um sich selbst drehen, um dem Augenblick der Ruhe des Hirnens Einhalt zu gebieten, wozu sie es dann doch bevorzugte, ihr Schlafgemach aufzusuchen.

Nacht ers mal... endgültisch getzt!

===

Die Literatin der Moderne fällt diese Woche aus.

Sie muss Wäsche waschen und sich auf Bremen vorbereiten und Krankenbesuche machen.

===
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Re: Die Literatin der Moderne, Teil 1

Beitragvon MissDreamy » 13. Okt 2011, 13:19

Zur Zeit macht sie der Moderne Platz, um ein paar Eindrücke selbiger literarisch vorab mental zu überarbeiten.

===

..ständig auf der Suche nach der Begrifflichkeit des zeitlichen Abschlusses der Reihenfolge einer Modernität aus Sodom und Gomora.

===

Würde man diese Tätigkeit jeglich mit "Sortieren" beschreiben wollen, so wäre dies nicht nur falsch, sondern auch nicht realisierbar in ihrer Welt wohlbehüteten Luxus der gewissen literarischen Armut ob der Tatsache der Existenz einer Weltlichkeit die keiner zustehen könnte, da "alles" nie in einer Begrifflichkeit wiederfindbar für sie wäre.

===

Mit der Zeit verstummte das beschreibend-Wollende des Beobachtens eines Verhaltens anderer in ihr schriftlich wie verbal und endete in jener unauffälligen Leere eines gedanklichen Fragezeichens, die sie weiterhin "unberühmt" sein liess, damit sie durch nicht Beobachtet-Werden überhaupt noch etwas zu Papier bringen konnte.

Dies geschah meist nachts, da sie wusste, dass dann sowohl die Gegenwart des Allein-Seins möglich war, als auch die Ruhe, die sie tagsüber nicht finden konnte aufgrund des hohen Geräuschpegels der Grosstadt-Seins und fehlender Atmospäre, welche ihr nur die Dunkelheit und Stille offenbarten.

===

Es geschah auch bei ihrer leidenschaftlichsten Sportart, dem Rad fahren, dass sie schon mal durchaus brauchbare Sätze zum Weiterschreiben inspirierten.

Sie nahm sich daher für den wonnigen Mai-Monat eine niederrheinische Radtour entlang der Niers vor. Einem kleinen Papierbach, begleitet von Pappel-Alleen aus der Napoleon-Zeit samt Ritterschloss, wo einst ihr Onkel Ausgrabungen aus der Römerzeit gemacht hatte, die dort in einem Museum mit feudalem Restaurantbetrieb zur Schau standen

Vielleicht würde sie ja nun noch einmal eine Gelegenheit haben, ein ernstes Wörtchen mit ihrem mittlerweile doch etwas älter gewordenen Herrn Papa zu wechseln, der diese Leidenschaft gerne teilte.

Sie hatte noch ein paar wichtige Fragen an ihn, die sie schon ein Weilchen beschäftigten...Aber, vielleicht waren die ja dann auch nicht so wichtig...und würden sich in der wohltuenden Ruhe, die frau nur auf dem Lande vorfindet, jenseits des Grosstadtmiefs, in Frühlingsdüften verfangen und auflösen. Immerhin war sie nun ca. ein 3/4 Jahr nicht mehr dort gewesen.

Inzwischen war ihre erste Schwiegermutter, die dort gelebt hatte und ihr stets mit Rat und Tat als Homöopathin bis dahin beiseite gestanden hatte, verstorben und es machte sie selbst neugierig, wie sie sich denn nun in dieser Kleinstadt nach ihrem Tod dort fühlen würde. Auch ihre Mutter wollte sie noch nach einem Kochrezept fragen. Oder zwei. Und wies ihr ging.

So suchte sie nach einem Termin, wo sie dann nicht auf ihre Schwestern traf, sondern alleine mit ihnen sein würde.

===
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Re: Die Literatin der Moderne, Teil 1

Beitragvon MissDreamy » 13. Okt 2011, 13:20

Es hatte sich Einiges angeglichen an dieser Kleinstadt. Vor 25 Jahren wäre es gänzlich undenkbar gewesen, dort etwaigen homoerotischen Neigungen nachzugehen oder sie offen leben zu können.

Jetzt war es zwar allgemein anerkannt, so zu leben, jedoch machte es nach wie vor einen Unterschied, ob in einer Kleinstadt oder Grosstadt.

Genau dieses und nichts anderes hatte sie damals dazu bewogen, in eine Grosstadt zu ziehen.

===

Bereits zwei Jahre, nachdem sie nach Köln gezogen war, wollte sie in eine andere Grosstadt, nach Wien, aber das liess sich damals auch nicht machen, da ihr Studium dort nicht staatlich zu einem Drittel weitergefördert worden wäre. Irgendwie war sie hängen geblieben in diesem Köln. Auch Amsterdam hätte sie sehr gereizt oder Paris oder Madrid, jedoch war sie eine Umstandskrämerin geblieben und damit war sie sich auch heute noch selbst im Weg. Wahrscheinlich würde sie jetzt sonst in Rajasthan leben.

Feststand:
Sie hatte keine Lust, Dorfgetratsche zu sein und keine Lust auf Kleinstadtleben-Versteckspielchen.
Ein Grund, vielleicht sogar der, warum sie den CO2-Ausstoss ertrug und sämtliche anderen Unerträglichkeiten des neurotischen Daseins einer Grosstadt billigte. Im Prinzip war es ja da egal, welche: Dank Industrialisierung hatten auch diese sich immer mehr angeglichen und es gab kaum noch ästhetisch, architektonische Unterschiede, die sie bewogen hätten, ausser Rom und das war zu weit weg. ;-)

Sie vertagte dann mal wieder ihre Emigrationsflüchteleien.

Warum in aller Welt war sie gerade bei 1958? Ok, ihr Paps hatte gerade das Telefonat damit beendet, dass er da in Berlin gewesen war und korrigiert, dass ihre Oma dann wohl doch regelmässig in der Kirche war, obwohl sie Künstlerin war, es war wohl eher ihr Opa, der dort nicht mehr hingegangen war.

1962: Sie war geboren und Holzmann begann den 15-jährigen ZDF-Aufbau.

Ok. Sie war in der Vergangenheit gelandet. Warum nicht in der Zukunft? Hätte sie Kinder gehabt, wäre sie jetzt schlafenderweise gar nicht dazu gekommen, bewusst an die 60er zu denken. Die letzte Klasse der Grundschule war der reinste Horror für sie gewesen...Ok 70er: Ihre Grosseltern väterlicherseits waren gestorben, sie hatte ihren ersten Freund und nach und nach auch in der Schule endlich wieder gute Noten. Auch hier die einzige Erholung: Paddeln auf dem Harriksee oder im Schwalmtal, Radeln über die Felder, Einsamkeit. Mathematik und Physik und Malen. Politik war ihr damals, wie auch heute noch, zu aufregend gewesen. Immer hatte sie einen Vorwand gefunden, meist das Malen, bei derartigem Unterrichtsstoff. Bis ihr alles zu viel wurde und alle waren verblüfft, wenn sie sich dann ernsthaft mit in die Diskussion begab. Meist wurden sogar einige wach. Dann allerdings wurde es anstrengend: Musste sie doch bei ihrem Standpunkt verharren....!

Während die Mädels in den Pausen Gummitwist spielten, war ihr alles zu laut und zu quietschig. Sie verzog sich in die Dunkelkammer der Foto-AG oder in die Bibliothek. Auch fand sie dieses Hin und Her Springen irgendwie albern...

===
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Re: Die Literatin der Moderne, Teil 1

Beitragvon MissDreamy » 13. Okt 2011, 13:20

Erst in den 80ern fühlte sie so etwas wie Befreiung.

Befreiung von ihrer zwangsläufigen Hetero-Sexualität, Befreiung von den Tatorten der Kleinstadt, Befreiung in den Gedanken, da sie diese nun nicht mehr familiär teilen musste und immer unnütz-sinnlos anstrengend werdenden Diskussionen ausgeliefert war.

Irgendwie hatte sie schon lange einen anderen geistigen Horizont gehabt und wollte ihn ausleben, fing daher mit dem Philosophie-Studium an.
Sie studierte noch einige Semester, bis auch dieses ihr zu kognitiv wurde, ging dann in berufliche Praxis, lernte, was Geld sein kann, was Freunde sind, was Beziehungen mit sich bringen und warum eigentlich frau immer wieder täglich aufstehen musste, statt liegen zu bleiben.

So wurden dann die 90er zum Leben und Lieben pur, während nach der Jahrtausenderöffnung dann alles wieder anders vor sich ging, da sie aufgehört hatte, arbeiten zu gehen.

Was also würden die nächsten 20 Jahre bringen?

Sie hatte Karriere gemacht, hatte eine Hetero-Verlobung mit Aussicht auf Hausfrauen-Dasein und gut betuchter Familienmutter aufgelöst, um 18 Jahre später eine Homo-Hochzeit zu feiern mit selbigen Aussichten und sich scheiden zu lassen.
Wo war der Unterschied eigentlich gewesen? Ausser natürlich der Geschlechtlichkeit?
Warum hatte sie das Leben dies spüren lernen lassen? Musste sich doch endlich mal alles zu einem Ganzen fügen...Was aber war der Sinn gewesen? Wie hiess die Aufgabenstellung dazu?

Dieses Sein in der Endlosigkeit? War doch alles auch reichlich dimensionslos, was um sie herum geschah. Weder, dass es merkliche Globalisierungsprozesse gab, noch, dass sie endlich mal wieder zu Farben und Formen greifen wollte.
Eine Art jener zweifelhaften Stagnation, die das Stehenbleiben bewusster machte.

Alle anderen unterdessen hatten es eiliger, weiter zu kommen, wohin auch immer, möglicherweise flüchteten sie genau davor. Ihr hatte es nie Angst bereitet, vielmehr war es umgekehrt, dass sie die hasting-persons beunruhigten. Warum dieser ganze Stress immer? Wurden sie dadurch jünger oder wollten sie älter werden?

Da war es wieder: Das Phänomen Zeitlosigkeit.

War Zeit durch Bewegen wegrationalisierbar?
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Re: Die Literatin der Moderne, Teil 1

Beitragvon MissDreamy » 13. Okt 2011, 13:22

Auch diese Frage ist eine physikalische Eingrenzung der Einsteinschen Generation.

===

Sofern es diese ansatzweise noch gab, versuchte die Literatin der Moderne frische Luft zu bekommen, was damit verbunden war, dass sie ihren virtuellen Arbeitsplatz verliess dann und wann.

Gerade hatte sie dies gut eine Woche getan, um sich des Unterschieds bewusster zu werden. Noch wusste sie nicht wirklich, welchen Zweck dies erfüllen sollte, aber sie liess sich auf dies selbstgewählte Experiment ein.

Die reality des first lifes war ihr nicht fremd geworden, so stellte sie fest, aber so geläufig, dass sie immer noch auf die gleichen Emotionaltricks ihres Geschlechts reinfiel und sie beschloss die des anderen dann auch zu ersparen.

So stand also die Ausreise zum Jahresende zu ihrer Geliebten als nächstes an der Tagesordnung und sie setzte nach dieser Unterbrechung fort, wovon sie bereits seit ihrer Geburt und früher noch geträumt hatte, anzupflanzen. Sie hatte nun eine Pflänzchensammlung und knobelte mit sich selbst über diesen nicht zufrieden stellenden Namen.

===

Schnitt ~ No Emigration!

Was stattdessen steht noch nicht im Drehbuch... :chef: Die Literatin der Literatin der Moderne dreht sich mom zu sehr um sich selbst...

===

Scheiss Telefon!

===

Die Wolken zogen durch die Nacht und sie malte an ihrem begonnenen Bild weiter.

Sie malte gegenständlich momentan. Einen Tachyon. Viele Schattierungen im Inneren, dennoch transparent mit vielen Glitzerstellen. Energien durchleuchteten die Zeichnung, so dass sie nicht wusst, was mehr Energie hatte: Die Zeichnung oder der Tachyon selbst. Sie hatte ihn ihrer kranken Freundin versprochen, die sie mom nicht sehen konnte, aber sie hielt eisern an der Energieschwingung für sie fest, wie sie es in ihrer Funktion als Heilerin bereits vielmals erfolgreich mit Fernreiki zeitgleich gemacht hatte: Mental.

===

Nur noch selten sah sie die schmerzverzerrten Gesichter ihrer 3 Freundinnen, die sich alle in den letzen 2 Jahren umgebracht hatten. Jedesmal war dies der reinste Horror für sie, da sie auch ihre Aura spürte, wenn dies geschah, sowie ihre Stimmen hörte.
Sie hatte es sich nämlich zur Aufgabe gemacht, sie in Frieden ruhen zu lassen, was bei Selbstmörderinnen eine ganz spezielle Aufgabe war. Imgrunde war sie unlösbar und sie wusste, dass sie wenn, nur einen kleinen Teil dazu beitragen konnte. Sie liess sie einfach ab und an an schönen Momenten ihres Lebens teilhaben, wusste, dass sie als gutgewillte Engleins um sie rum versammelt waren, dann und wann.

Dem Tod hatte sie auch bereits öfters tief in die Augen sehen müssen, aber es war ein starker Überlebenswille, der sie immer daraus holte aus diesem Loch der Verzweiflungen.
Manchmal war es auch die unmittelbare Begegnung mit der Liebe gewesen. Eigentlich immer.

Allmählich hatte sie begriffen, was es aussagte, in die Liebe zu gehen...

===
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