Feminismus

Frauenspezifische Thematiken+Frauenpower

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Die Literatin der Moderne, Teil 1


Re: Die Literatin der Moderne, Teil 1

Beitragvon MissDreamy » 13. Okt 2011, 13:24

Es war ihr nämlich nicht selbstverständlich in den Schoss gelegt worden.

Ihre Oma, gleichzeitig Patentante, hatte es ihr noch vermitteln wollen. Da sie jedoch sehr früh starb, lebte sie jeglich von den schönen Momenten mit ihr: Wie sie ihr die Schatten auf dem Linoleum-Boden gezeigt hatte und daraus mit dem Besenstil Bilder entwarf. Oder, wenn sie fertig war mit Hausarbeit oder einem Bild und sie mit liebevollen Augen anstrahlte, um zu fragen, ob sie Lust auf ein Eis habe. Dann drückte sie ihr die leere Porzellanschale in die Hand und schickte sie zum Bäcker, bei dem es frisches Vanille-Eis gab. Sie spürte, dass sie ihre Oma glücklich gemacht hatte mit ihrer Anwesenheit und dass sie sich nie gegenseitig gestört hatten, sondern einen sehr zärtlichen Umgang miteinander gepflegt hatten.
Ja, bei ihr hatte sie sich entspannen können. Wenn sie bei ihr zu Besuch war für 1-2 Tage. Auch der Zugang zur Kunst hatte sie nie wirklich verlassen.

===

So gelangte sie immer tiefer an die Wurzeln ihrer Urgefühle zur Natur, zum Geliebt-Werden, zum Lieben und zum Einklang mit der Gegenwart, die unaufhaltsam da zu sein schien.

===

Dieses Augenleuchten ihrer Oma sollte ihr von da an noch oft begegnen: Bei jedem Menschen, den sie geliebt hatte, hatte sie es wieder entdeckt. :shock: :wink:

Gute Nacht ers ma, hat geklingelt... :lol:

===

Sie legte das Buch: Der englische Patient gedanklich beiseite und landete wieder in ihrer üblichen Welt...

War eine gewisse Phantasielosigkeit einhergehend mit einem Kirchentag und einem G8 in ihrem Hirn, so konnte dies bemerkenswerterweise dennoch mit dem schwerwiegenden Wort der Leere liebkost werden. Diese jedoch machten zeitweilig einen nicht betonenswerten Sinn.

Ok, ich mach dann bald ma weiter hier...hoff ich doch...

===
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Re: Die Literatin der Moderne, Teil 1

Beitragvon MissDreamy » 13. Okt 2011, 13:24

Worin war für sie die Ästhetik der Schreibkunst? Auch diese Frage beschäftigte sie schon ein Weilchen, da es nicht unbedingt um Inhalte ging hierbei...

Die Interessantheit schien in der Wortwahl zu liegen. Und auch wieder nicht: War das Aneinanderreihen von Wörtern, welches der Poetik Ausdruck verlieh, doch längst nicht vergleichbar mit Sätzen und Satzgefügen.
Und auch wieder konnte es nicht das rein Formale gwesen sein, was ihr immer wieder aufs Neue Lust am Schreiben verschaffte. Konnte dies ja auch nicht gerade mit Intelligenz tituliert werden.

Beim zwischen den Zeilen lesen stockte sie etwas länger...:

Sinn und Bedeutung und deren Unterscheidung kamen hier zum Ausdruck mehr als anderswo.

===

War doch "Inhaltsleere" ein Widerspruch in sich selbst und schon drohte das Ganze wieder philosophisch auszuufern...!

Was also unterschied die Literatin der Moderne von der Philosophin der Moderne?

===
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Re: Die Literatin der Moderne, Teil 1

Beitragvon MissDreamy » 13. Okt 2011, 13:26

Oder war auch dieses schon wieder zu philosophisch gedacht?

===

Rene Eglis "Vollkommenheit der Welt" riss sie auch nicht sonderlich vom Hocker und so machte sie ihre übliche Denkpause mit Musik.

===

Viele Tode überlebt, sinnierte sie über die Begrenztheit menschlichen DASEINS:

nee: Schnitt! Hat keinen Zweck, bis späder...!

===

Immerhin gabs ein Wissensgebiet, was der Forschung noch nicht so zum Opfer gefallen war...

Die Nahtoderfahrung des physischen Hirns konnten sie ja beliebig analysieren, aber der Geist blieb davon unberührt...

===

Bestand denn nun doch im So-Sein das Da-Sein? Oder verhielt es sich umgekehrt?

Nein, Philosophie war heut nicht ihr Fall. Sie beschloss, noch eine Skizze für den Airbus A 400 zu machen unter Berücksichtigung der Solarzellenfolientechnik mit Eclectic, um darüber einzudösen und dies endgültig mit ihrem Fahrzeugtechnikingenieurfreund am nächsten Tag auszudiskutieren. Dieser schien es beim letzten Treffen äusserst reizvoll zu finden, ihr ein DVD mit den Geräuschen eines Fliegers in Stereo mit recht unangenehm-steigernder Lautstärke vorzuführen.

Schliesslich hatte die Sommersaison der Flieger über ihrem Dach wieder begonnen aktiv zu sein, dass sie bei diesem Geräuschpegel eh nicht schlafen konnte... und auf weitere derartige DVD´s konnte verzichtet werden, da es eine täglich-nächtliche life-Übertragung bei ihr gab.

Seine Leidenschaft dazu verblüffte sie aufs Neue: Während es früher Porsche und Ami-Schlitten waren, waren es für ihn nun Segelboote, Jachten und Flieger. Aber es war beruhigend, dass er damit ein Thema hatte, welches auch sie gerne teilte, wenn auch von der ganz anderen Seite...

Ebenso beruhigend, dass er nun den Weg am nächsten Morgen vom Flughafen zu ihr alleine fand, zumal ihr dann die berufsgeschädigten Menschenmassen mit dementsprechenden Gesichtern in der U-Bahn nicht übel aufstossen mussten.

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Re: Die Literatin der Moderne, Teil 1

Beitragvon MissDreamy » 13. Okt 2011, 13:26

Als der neue Krieg begann,
sagten die Frauen:

NEIN!

schlossen Bruder, Sohn und Mann
in Küche und Waschraum ein.

===
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Re: Die Literatin der Moderne, Teil 1

Beitragvon MissDreamy » 13. Okt 2011, 13:27

Bon jour, ihr Süssen

===

Ein Unbehagen grösseren Ausmasses machte sich in ihr breit. Würde sie nun weitere 10 Jahre seelisch verstümmelte Hände haben, damit sie nicht mehr zeichnen und malen könnte?

===

In ihrer derzeitgen Stadt liefen fade Gesichter, aggressionsgeladene Modepuppen oder neurotische Esoteriker herum.

Die anderen, weit interessanteren Menschen, hatten sich eh alle verkrümmelt oder waren emigriert.

===

Die zu Beton verfestigte Politik war undynamischer als je zuvor. Es war eine zeitenlupenmässiger Rhytmus der Langeweile, welche nichts mit Faulenzen oder Gammeln zu tun hatte, eingekehrt.

===

Virtuelle Kontakte und Ferngespräche machten mom bei ihr derzeit Konjunktur.

===
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Re: Die Literatin der Moderne, Teil 1

Beitragvon MissDreamy » 13. Okt 2011, 13:28

Kulturelle Verletzungen eines Ganzen in sich vereint ging sie dem ohnmächtigen Dasein der schamanischen Lebensweise nach und spürte eindringlicher denn je ein Bewusstsein für Vergangenheiten, obgleich sie aus der midlife-crisis raus war.

Es holte sie die Tatsache eines Alterungsprozesses ein, da sich Vieles nur noch zu wiederholen schien.

Wo war der Ursprung?

===

Nicht, dass sie aus ihrer Mitte gerissen wäre, nicht, dass sie kognitiv schlampen wollte, nicht, dass es auch was hatte, sich an der Bahnhaltestelle mit einer älteren Frau mit Gehhilfe zu unterhalten oder ihre üblichen Freundinnen nicht zu ihr oder sie zu ihnen kamen/ging.

Ausstausch hatte sie genügend.

Wahrscheinlich grübelte sie nur ab und an gerne.

Was heute war wichtig gewesen beispielsweise?

Was würde morgen wichtig werden?

War sie bereit für das übermorgen?

"Ein Weg ist nur ein Weg. Es ist keine Schande, weder von Dir noch von anderen, wenn Du diesen verlässt, weil dein Herz ruft."

==============00

Have a break have a Knoppers. (Pauusee)

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Re: Die Literatin der Moderne, Teil 1

Beitragvon MissDreamy » 13. Okt 2011, 13:29

Natürlich würde ihre türkische Nachbarin in 4 Wochen wieder da sein, natürlich würden ihre zwei Süssen sich nebenan zu ihrer Küche wieder zoffen, natürlich wären dann auch die anderen Kinder auf dem Spielplatz, natürlich wüsste sie um das heimliche Heimweh ihrer türkischen Nachbarin, natürlich würde sie ihr Deutsch beibringen...

===

Klar würde sie am nächsten Tag irgendwann aufstehen...

===

Immer zwischen 4 und 6 die Zeit in der nacht gebot ihr den Rückhalt der inneren Einkehr.

War das normal?

Was war normal?

War es wichtig, warum etwas normal sein musste?

=============

Shit, ich komm nicht weiter, loids...so long...

===
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Re: Die Literatin der Moderne, Teil 1

Beitragvon MissDreamy » 13. Okt 2011, 13:31

...und abermals kreischte die Glucke in den Morgen...

Tatsächlich widmete sie sich nicht dem Malen an sich, sondern ihrem Gedenken daran.

Was konnte es überhaupt noch an Motiven geben, die sie nicht entdeckt hatte?

Selbst, wenn sie sie mit aller Fingerfertigkeit skizziert, schattiert, farblich angelegt und trocknen lassen hätte, um sie dann zu fixieren, so wäre es zwar ein fertiges Gemälde geworden, aber es wäre allein ihrer Phantasie ohne phantastische Realitäten entsprungen.
Die Realität hatte sie schon seit Jahrhunderten ad acta gelegt. Da gab es genug, welche sich wieder und wieder um den Augenblick der Spontanität des Gedächtnisses in zeitfixierten Einheiten bemühten...

===

Allein das Wunschdenken des perfekten Bildes ohne Zeit hielt sie vom Malen desselbigen ab.

===

Während ihr introjeziertes Gegenüber sich keineswegs darüber amüsierte, sondern Falten an der Stirn blicken liess, ging sie in die Nacht ohne Nacht, den Tag ohne Tag, die Einheiten, welche gar keine waren, quer über den Tisch verstreut, summte stillschweigend ein Lied der Beruhigung zumal sie ja wieder mal so tiefgreifende, physikalische Erkenntnisse in Worten soeben erdacht hatte und liess sich dabei gewissermassen in keinster Weise beirren.

Öööhm?

===

Es war doch alles richtig!

Was, um Himmels Willen, veranlasste sie wieder und wieder, es niederzuschreiben? :kid:

Die Verspieltheit, mit der Tastatur zu klimpern, der ums Haus pfeifende Wind oder die Ruhelosigkeit der Ruhe?

===

Fertig würde das eh alles erst sein, wenn sie die letzte Seite ihres Buches geschrieben hätte...!

===

Nächte durchmachen, um Tage verschlafen besser durchleben zu können, wandelte in ihrem Bewusstsein jene Leichtigkeit, die es nun galt, zu haben, um news und derartig Realitsnahes ihrer Zeit gemäss, besser zu dulden, sich treiben zu lassen, mutigen Schrittes so etwas wie einen Alltag bilden zu können.

===
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Re: Die Literatin der Moderne, Teil 1

Beitragvon MissDreamy » 13. Okt 2011, 13:32

Weltlicher Dinge fern, gelangte sie zu den weitaus tieferen Gedanken der Leere, wo sie allerdings schon mal war. Aber die Ruhe tat ihr nun gut.

(Kalter Kaffe schmeckt einfach nur ekelhaft! Sorry...;-)

===

Die Strassenlampen gegenüber peitschten durch die Nacht, selbst im 5. Stock unten gegenüber hatten sie die Lichter aus, was sie an Holland erinnerte mit den grossen Fenstern ohne Gardinen...

==============

(Telefon!) Schnitt, ich fahr noch mal zu ihr!

Bis denne!

===

Konnte es sie wirklich ruhig schlafen lassen, dass nun von ganz offizieller Seite Krieg war?

Wieder würde dies Gewalt gegen Frauen und Kinder bedeuten. Das war Fakt. Egal, wer gegen wen.

Ihre türkische, alleinerziehende Nachbarin ohne Kopftuch mit ihren 2 Töchtern würde sich dennoch distanzierter verhalten als vor den Ferien, wenn sie zurückkäme. Die türkischen MitbewohnerInnen des Hauses mit Kopftuch würden auch anders sein..., sie spürte dies bereits jetzt.

Noch wars ruhig im Haus.

Eine Politikerin ihrer Zeit hatte sich gewagt, ein Fass zu öffnen.

Es regnete.

Mit dem Aufzug konnte frau direkt von 8 bis 0 runterfahren ohne längere Unterbrechungen und Platz war auch.

Wollte sie nun das Neue Testament ihrer überholten Bibelausgabe aus der Schulzeit mit der neuen Ausgabe, die ihr ein Passant in der Bahn nach dem evangelischen Kirchentag gegeben hatte, als sie ihren kranken Bekannten in einer ihr fremden Gegend im Krankenhaus besuchte, vergleichen?
War es doch eigentlich irrelevant und längst schon war sie seit 12 Jahren aus der Kirche ausgetreten.

Was sollten diese Religionsanwandlungen zerissener Geister in ihrer Zeit? Warum kamen sie damit auf sie zu? Hatte sie vergessen, den Aufkleber auf ihrer Stirn: "Ich bin Atheistin, Feministin und lesbisch" vergessen, zu entfernen?

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Re: Die Literatin der Moderne, Teil 1

Beitragvon MissDreamy » 13. Okt 2011, 13:34

Ok. Männer eben.

===

Frauen machten dies oftmals umgekehrt:

Erst liessen sie sie fragen, dann gaben sie die Antwort. Entweder mit oder ohne Augenzwinkern. Jedesmal war sie sich nicht schlüssig, was diese Antwort dann jeweils bedeutete und kurz entschlossen gewöhnte sie sich eines Tages das Fragen ab. Auch sie fing dann blöde an zu zwinkern oder hatte ihre Weisheitsmiene on.

In der Öffentlichkeit verstand sie es prächtig, sich unscheinbar zu machen. Sie guckte einfach weg.

Nun hatte sie wohl bei dem Passanten den Fehler gemacht, sich zuvor mit einer Frau ob der Wegbeschreibung ins Krankenhaus zu unterhalten. Und schon schritt der nette Jüngling ein ins Gespräch. Es stellte sich raus, denn sie war ja noch lange nicht mit ihm fertig, da er sie bis zum Info-Stand der Klinik begleitet hatte, dass er eine verkorkste Ehe hatte.
Dumm gelaufen...
Sie hatte ihm dann kurzentschlossen eine falsche Telefonnummer gegeben, um ihren Bekannten, der das letzte frei finanzierte Strassentheater Kölns gemacht hatte, endlich zu besuchen.

===

Wooda Elena...

Ja, das würde in dieser Zeit am besten zu ihr passen.

Obwohl. Nein, eigentlich nicht. Sie war nicht nervös, wenn sie redete.

Sie hätte es auch umgekehrt gemacht: Erst Theater, dann Filme.

Ok. Wenn sie jemand auf die Palme getrieben hatte, konnte sie Worte verschlucken beim Reden, sie konnte sich soweit echauffieren, dass die Ohren rot wurden. Um dann nicht vollends zu explodieren, ging sie einfach.
Das hatte ihr mit den Jahren ein wenig Tatterigkeit eingehandelt. Diese glich sie nach wie vor am liebsten mit Rad fahren aus.

===

Und sie wusste, dass das Pendant zu Festhalten nicht Loslassen, sondern atmen hiess.

===

*Räusper*

===
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